19.4.13

Fehlgeburt: Abwarten statt Operation?

Meistens wird bei einer Fehlgeburt eine Ausschabung empfohlen, wenn sie nicht von alleine abblutet, berichtet fehlgeburten.net. Viele Frauenärzte sind inzwischen jedoch der Auffassung, dass dies nur noch selten wirklich notwendig ist und Abwarten oftmals besser ist. Es scheint kein Problem zu sein, auch über einen längeren Zeitraum abzuwarten, berichtet die ZEIT:

Dennoch würden viele Frauen gar nicht erst vor die Wahl gestellt, kritisiert Franz Kainer, Leiter des Perinatalzentrums an der Frauenklinik der LMU München. "Dabei ist die konservative Methode bei einer frühen Fehlgeburt meist sicherer als die Ausschabung." Kainer ist überzeugt: In den nächsten Jahren werde sich immer mehr herausstellen, dass eine Ausschabung nicht erforderlich ist. Viele Mediziner wüssten das auch. "Nur leider hapert es an der allgemeinen Umsetzung dieses Wissens."

In dem Artikel der ZEIT wird über eine Frau berichtet, die sich zu dem Eingriff gedrängt fühlte und nun gegen ihre Ärzte vor Gericht zieht. Der Gutachter wies darauf hin, dass die Ausschabung Standard sei. Vermutlich wird man den behandelnden Ärzten keinen Vorwurf machen können, wenn sie nicht auf Alternativen hingewiesen haben. Wenn diese Klage jedoch ein Umdenken zur Folge hat, wäre auch bereits etwas gewonnen.

14.1.12

Antikörper gegen Mutterkuchen möglicherweise verantwortlich für Fehlgeburten

Forscher haben offenbar eine Ursache für gehäufte Fehlgeburten bei Frauen gefunden. Bei vielen Frauen mit zwei oder mehr Fehlgeburten wurden Antikörper gegen das Mutterkuchengewebe entdeckt, wie das Uniklinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München mitteilte.

Die Experten gehen davon aus, dass durch diese Antikörper das für die Schwangerschaft unerlässliche Mutterkuchengewebe als "Fremdkörper" abgestoßen wird, wodurch die Schwangerschaft dann keine Chance mehr hat, sich weiter zu entwickeln.

 

Mehr bei innovations-report.de via fehlgeburt.net

7.1.12

Kinderwunsch und gute Vorsätze für das Neue Jahr

Neues Jahr, neues Glück, lautet ein altes Sprichwort und so planen auch in 2012 viele Paare, eine Familie zu gründen. Dabei lohnt es sich, bereits im Vorfeld einige gesundheitliche Aspekte zu bedenken, da der weibliche Körper dem ungeborenen Kind neun Monate lang ein Zuhause bieten soll. „Grundsätzlich rate ich Frauen mit Kinderwunsch, ein gesundes Leben zu führen. Das heißt, sie sollten das Rauchen aufgeben, Alkohol nur in Maßen konsumieren und auf eine ausgewogene Ernährung sowie ausreichend körperliche Betätigung achten“, weiß Dr. Elmar Breitbach, Arzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an der Deutschen Klinik Bad Münder. Des Weiteren sollten sie den Koffeinkonsum reduzieren und nicht mehr als drei Tassen Kaffee am Tag trinken. Doch auch abseits dieser gesunden Lebensführung gilt es, erste Vorkehrungen zu treffen.

Ärztlicher Check

Planen Paare ein Baby, erweist es sich nicht nur für chronisch Kranke oder unter Dauermedikamentation stehende Frauen als sinnvoll, bereits zu diesem Zeitpunkt den Gynäkologen des Vertrauens aufzusuchen. Beim Check untersucht der Mediziner beispielsweise das Blut, wodurch er unter anderem bestimmt, ob genug Antikörper gegen Röteln und Windpocken vorliegen. „Insbesondere in den ersten Monaten einer Schwangerschaft entsteht aufgrund einer derartigen Erkrankung ein lebensbedrohliches Risiko für das ungeborene Kind. Dem lässt sich jedoch mit einer einfachen Impfung vorbeugen“, erklärt Dr. Breitbach. Im Gespräch sollten Frauen des Weiteren auch starke Regelschmerzen oder unregelmäßige Monatsblutungen thematisieren, um Myome oder andersartige Wucherungen im Unterleib auszuschließen. Zusätzlich gilt es, sich bereits jetzt über die Bedeutung von Folsäure, ein für Zellteilungs- und Wachstumsprozesse wichtiges Vitamin, aufklären zu lassen und es gegebenenfalls ergänzend einzunehmen.

Wenn die Schwangerschaft ausbleibt

Doch nicht immer lässt sich der Wunsch nach Nachwuchs so schnell umsetzen, wie von vielen Paaren gewünscht. „Tritt trotz regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs innerhalb von einem Jahr keine Schwangerschaft ein, sollten Betroffene eine Kinderwunschklinik aufsuchen. Hier können mögliche Ursachen abgeklärt und eventuelle Sorgen und Zweifel ausgeräumt werden“, berichtet Dr. Breitbach aus seiner Praxis. Dabei gilt es, immer beide Partner in die Diagnostik mit einzubeziehen, da die Ursachen zu gleichen Teilen beim Mann und bei der Frau liegen. In der Regel zeigen Methoden der modernen Medizin dann aber eine Lösung auf: Knapp 70 Prozent aller betroffenen Paare gelangen mittels Therapie doch noch ans Ziel und bekommen den lang ersehnten Nachwuchs.

2.1.12

Und wenn man schon ein Kind hat?

Auch bei sekundärer Sterilität ist die Ursachenabklärung wichtig
Bei sekundärer Sterilität liegen oft die gleichen medizinischen Gründe vor wie bei Paaren, die vergebens auf ihr erstes Kind warten. Auch hier sind hormonelle Störungen, eingeschränkte Spermienqualität und Erkrankungen der Geschlechtsorgane die häufigsten Ursachen für das Ausbleiben einer weiteren Schwangerschaft. Deswegen sollte man auch in diesen Fällen eine sorgfältige Abklärung der möglichen Ursachen durchführen und nicht einfach davon ausgehen, dass es irgendwann schon einmal klappen wird, nur weil bereits ein Kind geboren wurde. Natürlich ist es schwer zu verstehen, dass die Familienplanung beim ersten Kind keine Probleme verursachte sich eine weitere Schwangerschaft jedoch einfach nicht einstellt. Beispielsweise kann auch bei der ersten Zeugung die Spermienqualität des Partners bereits eingeschränkt gewesen sein. Wenn dann allerdings auf Seiten der Frau keine Fruchtbarkeitseinschränkungen bestehen, ist es durchaus möglich, dass sich die erhoffte Schwangerschaft trotzdem einstellt. Einige Jahre später reicht dann schon eine unwesentliche altersbedingte Verminderung der weiblichen Fruchtbarkeit, um die mangelnde Spermienqualität nicht mehr ausgleichen zu können.


Späte Entscheidung für ein Kind kann ein Grund sein
Es gibt vielfältige Gründe für sekundäre Unfruchtbarkeit, jedoch spielt die späte Entscheidung für eine Familie häufig eine große Rolle. Mit dem 30. Lebensjahr sinkt die Fruchtbarkeit bei Mann und Frau langsam und mit Mitte dreißig deutlicher ab, sodass sich Prognosen für ein zweites Kind verschlechtern. Werden die Planungen für das zweite Kind dann erst wieder aufgenommen, dann ist zum einen die natürliche Fruchtbarkeit bereits vermindert und zum anderen können in der Zwischenzeit Erkrankungen aufgetreten sein, die eine weitere Schwangerschaft erschweren. Entzündungen der Eileiter, Myome, Endometriose und hormonelle Störungen sind einige der Faktoren, die dabei zum Tragen kommen können.


Sekundäre Sterilität ernst nehmen
Auch für Paare, die bereits ein Kind haben, erweist sich das Warten auf eine Schwangerschaft als stark belastend. Und von ärztlicher Seite ist dieser Wunsch nach dem zweiten Kind nicht weniger ernst zu nehmen
als jener bei noch gänzlich unerfülltem Kinderwunsch. In diesen Fällen sollte mit der gleichen Sorgfalt nach möglichen Ursachen gesucht werden wie bei Paaren ohne gemeinsame Kinder. Für Betroffene ist es auf jeden Fall ratsam, beim längeren Ausbleiben der ersehnten zweiten Schwangerschaft eine spezialisierte Kinderwunschpraxis oder -klinik aufzusuchen. Diese bieten umfangreiche Möglichkeiten zur Diagnostik und zur individuellen Behandlung.


Gezielte Behandlung
Speziell bei Elternpaaren mit einem erneuten Kinderwunsch streben Reproduktionsmediziner an, die vorhandene Fruchtbarkeit optimal zu unterstützen – jedoch nur so viel wie nötig bzw. so wenig wie möglich,
um keine zusätzlichen körperlichen Belastungen herbeizuführen. Hormonelle Störungen lassen sich beispielsweise durch eine angepasste und schonende Hormontherapie ausgleichen. Daneben stehen je nach vorliegender Störung auch verschiedene Verfahren der assistierten Befruchtung zur Verfügung. Im Fall einer geringen Einschränkung der Spermienqualität können Reproduktionsmediziner die Spermien bei der sogenanntenInsemination mit einem Katheter nahe an die Eizelle heranführen. Bei der sogenannten In-vitro-Fertilisation findet die Befruchtung außerhalb des Körpers statt. Dabei finden Eizelle und Spermium im Reagenzglas selbstständig zueinander. Anders bei der sogenannten ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion): Hier injizieren Spezialisten die Spermien direkt in die Eizelle. Somit kann einer Vielzahl der Paare zum ersehnten weiteren Kind verholfen werden.

13.4.11

Stress macht nicht unfruchtbar

Entgegen der immer wieder geäußerten anderslautenden Aussagen, ist Stress kein Problem, wenn es darum geht mit Hilfe einer künstlichen Befruchtung schwanger zu werden, wie die ZEIT berichtet.

Psychologen der Universität Cardiff werteten für ihre Studie, die kürzlich im British Medical Journal erschienen ist, Daten aus Untersuchungen an insgesamt 3583 Frauen zwischen 29 und 37 Jahren aus zehn Ländern aus, die sich zwischen 1985 und 2010 einer künstlichen Befruchtung unterzogen hatten.

Bei allen Teilnehmerinnen war vor Beginn der Behandlung anhand von standardisierten psychologischen Tests erhoben worden, ob und wie stark sie unter Ängsten und depressiver Verstimmung litten. Dann wurde geschaut, welche Frauen im nächsten Behandlungszyklus schwanger wurden.

In der Auswertung zeigte sich, dass die psychischen Symptome keinen erkennbaren Einfluss auf den Erfolg der Behandlung nahmen: Frauen, die zu Beginn über Anspannung und Nervosität klagten und sich große Sorgen machten, wurden genauso häufig schwanger wie psychisch weniger angespannte Altersgenossinnen.

23.9.10

Umfrage: PID zur Untersuchung auf Erbleiden stößt auf große Akzeptanz

Der Wunsch nach einer bestimmten Augen- oder Haarfarbe rechtfertigt keine Gentests zur Auswahl von Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind - der Verdacht auf eine schwere Erbkrankheit unter Umständen schon. So lässt sich das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage der "Apotheken Umschau" über die Einstellung der Deutschen zur so genannten Präimplantationsdiagnostik (PID) zusammenfassen. Demnach hält es immerhin fast jeder Fünfte (18,7 Prozent) für "völlig in Ordnung", wenn Paare, die auch auf natürlichem Weg Kinder bekommen könnten, mit Hilfe künstlicher Befruchtung und genetischer Auswahlverfahren vorab z. B. das Geschlecht ihrer Kinder bestimmen würden. Bei näherer Betrachtung sind jedoch nur 14,7 Prozent der Befragten dafür, Präimplantationsdiagnostik (PID) grundsätzlich zu erlauben. Fast jeder Zweite (43,5 Prozent) findet, dass die PID nur in Ausnahmefällen, z. B. bei begründetem Verdacht auf mögliche Erbkrankheiten, erlaubt sein sollte. 15,6 Prozent lehnen die PID generell ab, 26,2 Prozent haben sich hierzu noch keine Meinung gebildet. 70,2 Prozent würden nach dem Einpflanzen des Embryos in die Gebärmutter im Laufe einer künstlichen Befruchtung bei einer Fehlbildung oder Erbkrankheit dann aber auch eine Abtreibung befürworten. Lesen Sie im Brennpunkt der aktuellen "Apotheken Umschau" (September B), was Experten für und wider die Präimplantationsdiagnostik vorbringen.

Hintergrund:

Bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) werden in der Regel mehrere Eizellen befruchtet. Im Reagenzglas entstehen mehrzellige Embryonen. Diese werden vor dem Einpflanzen in die Gebärmutter genetisch untersucht. Nur geeignete Embryonen werden ausgewählt, die anderen sterben ab. Kritiker sehen hier eine Entscheidung zwischen "lebenswert" und "lebensunwert". Das Verfahren ist deshalb ethisch umstritten. Bisher galt die Präimplantationsdiagnostik in Deutschland als verboten. Dies hat sich durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) im Juli geändert. Demnach ist in Fällen mit sehr hohem genetischen Risiko die PID nicht mehr strafbar.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage der "Apotheken Umschau" vom Juli/August 2010 durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.936 Personen ab 14 Jahren.

25.8.10

Zu Spät entschlossen? Das Aniston-Syndrom

Ist es ein Trend, dass sich junge Frauen zu spät der Familienplamung zuwenden und dann Probleme bekommen, schwanger zu werden?

«Wenn ich zehn Jahre zurück könnte, würde ich meinem jüngeren Ich einschärfen, sich ernsthafte Gedanken über eine zukünftige Familie zu machen. Ich würde ihm von meinen Zeitgenossinnen erzählen und ihren Problemen, schwanger zu werden, und ich würde mein 30-jähriges Ich ernsthaft fragen, ob es tatsächlich klug ist, auf den Rat unserer Mütter zu hören, und zuerst an die Karriere zu denken und erst dann an mögliche Kinder.»

Via Mama-Blog

104 mal Sex bis zum Eintritt einer Schwangerschaft

Das zeigt eine Umfrage von First Response, einer bekannten kanadischen Internet-Plattform für Fragen der Familienplanung.

Pille abgesetzt und gleich Schwanger? Das ist eher die Ausnahme. Die Wissenschaftler befragten 3000 Mütter und kamen nach Auswertung der Antworten zum Schluss: Durchschnittlich muss ein Paar 104 Mal miteinander schlafen, bis es ein Baby gibt.

Das bedeutet sechs Monate lang, drei bis viermal wöchentlich Sex. «104 Mal Sex klingt vielleicht nach viel», kommentiert Mike Smith, Sprecher von First Response. «Aber Sex machen, um ein Baby zu zeugen, das ist doch ziemlich aufregend.»
Naja, manche Frauen sehen es ernster, geben sich in dieser Sache sogar verbissen. Gemäss der Umfrage befiehlt eine von zehn Befragten ihren Ehemann mitten am Tag für Sex nach Hause – nur weil sie gerade den Eisprung hat.

Sex nach Stundenplan ist aber ein Lustkiller. Fast ein Drittel der Frauen meint, Sex werde langweilig, wenn er einzig darauf abziele, ein Kind zu machen. Rund 70 Prozent der Befragten wäre es deshalb am liebsten, würde das Wunschkind spontan und aus purer Liebe gezeugt. Dieses Ergebnis ist nicht weiter verwunderlich.